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Westerland, 18.11.2021: Ögers Music-Camp – ein voller Erfolg für Teilnehmer*innen wie auch Coaches und Organisatoren. Mit diesem zweitägigen Workshop-Angebot wurde viel musikalisches Basiswissen vermittelt.

Was kommt dabei heraus, wenn diese Dinge zusammentreffen: das Angebot einer Musikförderung,
die finanzielle Unterstützung dieses Angebots, der Ehrgeiz, sich durch Förderung musikalisch zu
verbessern? Richtig, im besten Falle ein echt gutes Workshop-Wochenende, aus dem alle
Beteiligten eine Menge mitnehmen. So geschehen dank des Sylter Unternehmers Öger Akgün und
Ron Glauth, der gemeinsam mit Annika Feldmann und dem Team der Gemeinde Sylt auch für die
Organisation des Henner-Krogh-Förderpreises verantwortlich ist.

Musik Workshop Sylt

Coaching für alle

Auslöser für dieses Music-Camp, welches in der Sylter Bezirksstelle der Kreismusikschule
Nordfriesland mit rund 30 Teilnehmern stattfand, war die Spende Öger Akgüns in Höhe von 4.000
Euro an die Henner-Krogh-Stiftung. Diese wurde 2019 erstmals als Zusatzpreis bei der jährlichen
Förderpreis-Veranstaltung vergeben. Nach Ansicht der Organisatoren gab es allerdings in Bezug auf
den Fördergedanken noch Luft nach oben. Warum nicht die Teilnehmer im Voraus konkret auf ihre
Bedürfnisse hin coachen, um sie noch fitter für ihren Auftritt zu machen?, dachte sich Ron Glauth.
Da nun die gesamte Sylter Musikszene im Laufe von fast zwei Corona-Jahren mittlerweile arg
zurückgeworfen war, entschloss man sich: Es soll ein Coaching-Angebot für alle Sylter
Musiker*innen her, um die Szene wieder zu beleben. Darauf angesprochen erklärte sich Öger
Akgün sofort bereit, diese Idee mitzutragen und seine Spende dafür einzusetzen. So konnte die
Planung eines kostenlosen Music-Camps für Musikbegeisterte aller Altersklassen auf Sylt
angeschoben werden.

 

Von Singen bis Programmieren

Um eine wirklich insulare Veranstaltung daraus zu machen, holte Ron Glauth vier Coaches mit
engem Sylt-Bezug für die verschiedenen Workshops ins Boot. Verantwortlich für das Vocal
Coaching war Björn Hecht-Bleicken, selbst erfolgreicher Förderpreis-Teilnehmer und „Power-
Voice-Trainer“. Zum Thema Songwriting wusste Jörn Ingwersen – aus langen Jahren als Musiker mit großem eigenen Repertoire – eine Menge zu erzählen. Den richtigen Rhythmus und
mitreißenden Groove vermittelte Peer Oehlschlägel, sein Fachgebiet als Schlagzeuglehrer und
Bezirksstellenleiter der Sylter Kreismusikschule. Welch verblüffend satten Sound man ganz ohne
Instrumente nur mittels App produzieren kann, zeigte Studienrat Jan-Hendrik Otten alias „Jan Solo“
seinen Kursteilnehmer*innen.

 

Nächstes Camp in Aussicht

Nach zwei Tagen intensiver Beschäftigung mit den verschiedenen Themenbereichen waren die
Rückmeldungen von Teilnehmern und Dozenten einhellig positiv; Lob für die professionellen Tipps
auf der einen, Freude über die motivierte Mitarbeit auf der anderen Seite. Die gute Wertung für
„eine gelungene Organisation“ konnte Ron Glauth zu Recht für sich verbuchen.
„Wir sind mit dieser Form der Musikförderung auf dem richtigen Weg“, ist er sich sicher. „Die
Anzahl der Teilnehmer und altersmäßige Durchmischung zeigt, dass es Bedarf und breites Interesse
daran gibt.“ Daraus ergibt sich eine wichtige Verknüpfung mit dem Henner-Krogh-Förderpreis,
wofür das Camp natürlich auch als Vorbereitung gedacht war. Wie die Feedback-Abfrage
offenbarte, sind junge Leute durchaus an einer Teilnahme am Förderpreis interessiert, nur mangelt
es teilweise etwa noch an den musikalischen Fähigkeiten oder an Mitmusikern. Weitere Workshop-Angebote, die gezielt auf die Bedarfe zugeschnitten sind, könnten diese Hürden beseitigen. Deshalb
macht man sich bereits jetzt Gedanken über ein nächstes Sylter Music-Camp.

 

Spaß (fast) ohne Ende

Nicht zuletzt im Hinblick auf die Stimmung beim abschließenden gemeinsamen Jammen dieses
ersten Camp-Projekts ist das ohne Zweifel eine gute Idee. So voller Euphorie rockten die
Teilnehmer*innen und ihre Dozenten noch gut zwei Stunden das Kleine Musiktheater in der
Musikschule, dass alle nur sehr ungern ein Ende fanden. Mit mehr Selbstvertrauen in die eigenen
Fähigkeiten, neuen Ideen und viel erlerntem Hintergrundwissen konnten sie spontan, ungeübt
zusammen Musik machen und hatten Riesenspaß dabei. Mission erfüllt!

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